Liegenschaftskarte erstellen in Dresden und Umgebung
Eine aktuelle Liegenschaftskarte ist die Grundlage für zahlreiche Immobilien- und Bauvorhaben. Wir erklären, warum sie wichtig ist und wie Sie sie unkompliziert erhalten.
Was ist eine Liegenschaftskarte – und was nicht?
Die Liegenschaftskarte (amtlich: **Flurkarte** oder Auszug aus dem Liegenschaftskataster) ist die zeichnerische Darstellung aller Flurstücke eines Gebiets. Sie zeigt Grundstücksgrenzen, Flurstücksnummern, Gebäudeumrisse, Nutzungsarten und die Lage im Verhältnis zu Nachbargrundstücken.
Sie ist damit das räumliche Gegenstück zum Grundbuch:
Beide zusammen ergeben das vollständige Bild. Wer nur eines von beiden hat, hat die halbe Wahrheit.
Eine wichtige Abgrenzung: Die Liegenschaftskarte ist **kein amtlicher Nachweis der exakten Grenzverläufe im Millimeterbereich**. Bei Grenzstreitigkeiten oder millimetergenauer Bauplanung braucht es eine Grenzfeststellung durch einen öffentlich bestellten Vermessungsingenieur. Für alle üblichen Immobilienvorgänge ist die Liegenschaftskarte aber genau das richtige Dokument.

Wofür Sie sie brauchen
Die Liegenschaftskarte wird an mehr Stellen verlangt, als die meisten Eigentümer vermuten:
Besonders beim Verkauf gilt: Wer die Liegenschaftskarte nicht vorlegen kann, verzögert den Prozess. Und Verzögerungen kosten Geld – der Käufer wird nervös, die Bank wartet, im schlechtesten Fall springt der Interessent ab. Mehr dazu in unserer Checkliste zur Verkaufsvorbereitung.
Woher bekomme ich sie?
Zuständig für das Liegenschaftskataster ist in Sachsen die **staatliche Vermessungsverwaltung** – konkret der Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN) sowie die unteren Vermessungsbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte. Für Dresden ist das städtische Vermessungsamt zuständig.
Sie haben grundsätzlich drei Wege:
Eine Einschränkung, die viele überrascht: Auszüge aus dem Liegenschaftskataster werden nicht an jedermann herausgegeben. Sie müssen ein **berechtigtes Interesse** darlegen – als Eigentümer, Kaufinteressent mit Vollmacht, Erbe oder Bevollmächtigter. Bringen Sie also einen Nachweis mit.
Die Kosten sind moderat und liegen für einen einfachen Auszug typischerweise im niedrigen zweistelligen Bereich; beglaubigte Auszüge sind etwas teurer.
Beglaubigt oder einfach?
Diese Frage stellt sich bei jedem Antrag – und die falsche Antwort kostet Sie eine Woche.
**Der einfache Auszug** genügt in den meisten Fällen: für das Exposé, für die interne Prüfung, für die Orientierung, oft auch für die Bank.
**Der beglaubigte Auszug** wird verlangt, wenn ein amtlicher Nachweis erforderlich ist – typischerweise bei Bauanträgen, Grundstücksteilungen, gerichtlichen Verfahren und bestimmten Behördenvorgängen.
**Der praktische Tipp:** Fragen Sie **vorher** bei der Stelle nach, die das Dokument haben will – Bank, Bauamt, Notar –, welche Form sie benötigt. Ein einfacher Auszug, der abgelehnt wird, weil er nicht beglaubigt ist, kostet Sie Zeit im Prozess. Und Zeit ist beim Immobilienverkauf der teuerste Rohstoff.
Achten Sie außerdem auf die **Aktualität**. Viele Empfänger akzeptieren nur Auszüge, die nicht älter als drei bis sechs Monate sind. Ein Auszug von 2019 in der Schublade nützt Ihnen nichts.
Was Sie in der Karte lesen sollten
Wenn Sie den Auszug in der Hand haben, schauen Sie sich vier Dinge genau an:
Abweichungen zwischen Karte und Realität sind kein Drama – aber sie gehören geklärt, bevor ein Käufer sie entdeckt. Was der Verkäufer selbst anspricht, ist eine Information. Was der Käufer selbst findet, ist ein Verhandlungshebel.
Wir übernehmen das für Sie
Die Beschaffung der Liegenschaftskarte ist kein Hexenwerk – aber sie ist einer von einem guten Dutzend Punkten, die beim Immobilienverkauf erledigt sein wollen, bevor der erste Interessent anruft.
Wir kennen die zuständigen Stellen in Dresden, Radebeul und im Elbland, wissen, welche Auszugsart die jeweilige Bank oder Behörde braucht, und beschaffen die Unterlagen im Rahmen der Verkaufsvorbereitung für unsere Kunden mit – zusammen mit Grundbuchauszug, Energieausweis und den übrigen Dokumenten.
Sie möchten verkaufen oder brauchen die Unterlagen für Ihre Bank? Sprechen Sie uns an – oder starten Sie mit einer kostenlosen Immobilienbewertung.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Liegenschaftskarte und Grundbuchauszug?
Der Grundbuchauszug sagt, wem ein Grundstück gehört und welche Rechte und Lasten darauf liegen. Die Liegenschaftskarte (Flurkarte) zeigt, wo das Grundstück liegt und wie es geschnitten ist – mit Grenzen, Flurstücksnummern und Gebäudeumrissen. Für einen Verkauf brauchen Sie in der Regel beides.
Wo bekomme ich eine Liegenschaftskarte für Dresden?
Zuständig ist die staatliche Vermessungsverwaltung – in Dresden das städtische Vermessungsamt, landesweit der Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN). Sie können den Auszug direkt dort beantragen, über einen Vermessungsingenieur oder über Ihren Makler, der das im Rahmen der Verkaufsvorbereitung mit übernimmt.
Kann jeder eine Liegenschaftskarte anfordern?
Nein. Sie müssen ein berechtigtes Interesse nachweisen – etwa als Eigentümer, Erbe, Bevollmächtigter oder Kaufinteressent mit Vollmacht. Bringen Sie einen entsprechenden Nachweis mit, sonst wird der Antrag abgelehnt.
Brauche ich einen beglaubigten Auszug?
Für Exposé, interne Prüfung und häufig auch für die Bank genügt ein einfacher Auszug. Beglaubigt wird es meist bei Bauanträgen, Grundstücksteilungen und gerichtlichen Verfahren. Fragen Sie vorher bei der Stelle nach, die das Dokument verlangt – ein abgelehnter Auszug kostet Sie eine Woche.
Wie aktuell muss die Liegenschaftskarte sein?
Viele Empfänger – insbesondere Banken und Behörden – akzeptieren nur Auszüge, die nicht älter als drei bis sechs Monate sind. Ein Exemplar aus der Schublade von vor fünf Jahren wird in der Regel nicht anerkannt.
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